Geschichte

Zur Geschichte des Staatspersonalverbandes St.Gallen

1908 Gründung eines Organs der kantonalen Beamtenschaft Verband st.gallischer Staats- und Gemeindebeamter

1917 für die Zentralverwaltung wird ein eigener Verband gegründet. Der Jahresbeitrag wird auf Fr. 1.- festgelegt. “ Mehr denn je ist es notwendig, dass sich die Beamten, Angestellten und Arbeiter der kantonalen Zentralverwaltung zur Errichtung ihrer gemeinsamen Ziele zusammenschliessen, um einerseits durch gemeinsames, einträchtiges und taktvolles Vorgehen eine materielle Besserstellung zu erlangen und anderseits ein gegenseitiges kollegiales Einvernehmen herbeizuführen, das einerseits wieder der gemeinsamen Zusammenarbeit dienlich sein werde…“

1918 Der Verband, ein Kind des ersten Weltkrieges, hat sich hauptsächlich mit der grossen Not an lebenswichtigen Dingen zu befassen. Bereits im ersten Bericht erfolgt der Hinweis “ Wenn auch speziell in materieller Hinsischt nicht alle Wünschen Rechnung getragen werden konnte, war man doch befriedigt, endlich einmal geordnete Verhältnisse im Besoldungswesen erreicht zu haben“. Ein weiteres wichtiges Thema war die Unterstützung des Verbandes st.gallischer Staats- und Gemeindebeamter im Anliegen um die Gründung einer allgemeinen Pensions- und Hilfskasse.

1919 Nachdem 1918 bereits während des Sommers (wegen der Anbauschlacht) der freie Samstag-Nachmittag ausgehandelt werden konnte, wurde dieser jetzt definitiv während des ganzen Jahres realisiert. Die 48-Stunden-Woche ist Realität.

1920 Die Gründung einer allgemeinen Pensions- und Hilfskasse wird Wirklichkeit. Die Verordnung über Taggelder und Reiseentschädigung wird erstmals thematisiert und kritisiert. Sie bleibt ein Dauerthema.

1921 Eine Aera wirtschaftlicher Krise und des Besoldungsabbaus setzt ein. Der Verband erreicht in Verhandlungen, dass der Lohnabbau von den Beamten mitgetragen wird, meistens aber nicht im von Wirtschaft und Volk geforderten Ausmass eintritt. Bis 1937 wurden die Löhne insgesamt um 20% gegenüber dem Stand von 1920 reduziert. Der Verband hatte sich öffentlich für den Stand der staatlichen Angestellten und Beamten einzusetzen. In Zeitungen wurde öffentlich über die “ gut bezahlten Staatsangestellten mit schönen Pensionen“ verwiesen, derentwegen man so gesalzene Steuern zahlen müsse.

1950 Die Einführung einer allgemeinen Unfallversicherung wird endlich erreicht. Die Winterarbeitszeit wurde erstmals von 8.00 bis 12.00 und 14.00 bis 18.00 Uhr (bisher 18.30 Uhr) festgelegt. Dies vor allem, weil wenig Wasser in den Stauseen lag. Mittels einer Personalrundfrage wurden Vorschläge für Einsparungen eingeholt. Der Erfolg dieser Aktion war so gross, dass rund Fr. 100’000 eingespart werden konnten. Alle Teilnehmenden erhielten als Dank eine Buchgabe und die Absender von gewerteten Vorschlägen Barprämien.

1953 Der Steuersparverein wurde als selbständiger Verein gegründet.

1956 Beitritt zum Angestellten-Kartell St.Gallen-Appenzell (heute VASA)

1962 Der Verband der Angestellten und Beamten des Kantonsspitals St.Gallen wird integriert. Die langjährige Forderung nach Einführung der alternierenden 5-Tage-Woche wird teilweise verwirklicht.

1972 Selbst in Zeiten von Hochkonjunktur findet sich im Jahresbericht ein Hinweis auf die Finanzknappheit des Staates. Drastische Sparmassnahmen und Personalstopp.

1973 Der Teuerungsausgleich wird verteidigt, die Nachteuerungszulage gerät immer mehr unter Druck. Oelkrise und damit verstärkter Druck auf alle Sparmöglichkeiten.

1980 4 Wochen Ferien für Alle, 5 Wochen für über 50-jährige.

1981 Der Regierung wird der Verbandwille zur Kenntnis gebracht, dass auf die Einführung von Gleitzeit verzichtet werden solle (Angst vor den Stempeluhren)

1988 Die 42-Stunden-Woche wird eingeführt.

1991 Wieviel Sparen erträgt die öffentliche Hand. Die das Thema des Podiumsgespräches bei der Jahresversammlung

1992 Einführungs der individuellen Leistungsprämie

1993 Diskussionen über die Abschaffung des Beamtenstatus und der Teuerungszulage

1994 Einführung gleitende Arbeitszeit mit Bandbreitenmodell. Konkretisierung der Sozialpartnerschaft. Rechtsschutz der Staatsangestellten. Kein voller Teuerungsausgleich mehr. Ordentlicher Stufenanstieg nur bei guter Leistung und wenn die Wirtschaftslage es erlaubt. Abschaffung der Familienzulage.

1998 Der Staat gliedert den Reinigungsdienst aus (Signalwirkung)

2008 Am 24. November 2008 fusionierte der St.Gallische Gemeindepersonalverband mit dem Staatspersonalverband St.Gallen zum Verband St.Galler Kantons- und Gemeindepersonal (SGKGP) mit nun über 1’600 Mitgliedern.

2010 Am 17. November 2010 fusionierte der Personalverband der Kantonalen Strassenverwaltung mit dem St. Galler Kantons- und Gemeindepersonal (SGKGP).

2017 in einer würdevollen Jubiläumsfeier konnte der SGKGP sein 100 jähriges Bestehen feiern.

1917-1921 Werner Imholz, Sekretär des Militärdepartementes

1921-1926 Dr. Otto Rohner

1926-1930 Dr. Lengweiler, Kantonsrat

1930-1932 Josef Scherrer, Nationalrat

1932-1937 Dr. Arnold Saxer, Nationalrat

1937-1940 Heinrich Tanner, Bezirksförster

1940-1945 Ernst Gross, Kantonsrat

1945-1947 Felix Walz, Kantonsrat

1947-1959 Emanuel Bangerter, Kantonsrat

1959-1965 Dr. Hans Ammann, Direktor Taubstummenanstalt

1965-1972 Dr. Léon Strässle, Kantonsrichter

1972-1973 Dr. Urs Gueng, Präsident Verwaltungsgericht

1974-1979 Dr. Heinz Mäusle, Rechtsanwalt

1979-1993 August Holenstein, Rechtsanwalt, Kantonsrat

1993-2004 Dr. Remi Kaufmann, Rechtsanwalt, Kantonsrat

seit 2004 Benno Lindegger, Rechtsanwalt